Die Hedgefonds kurz vorm Rentenalter

9. Dez 2010


Die Wall Street in New York City

Sage und schreibe 61 Jahre ist es inzwischen her, dass der Soziologe und Autor der amerikanischen Wirtschaftszeitschrift Fortune Alfred Jones zu viel vom Aktienmarkt hatte. Es ging ihm gegen den Strich, dass es keine vernünftige Anlagestrategie gab, bei der man das Risiko eines Verlustes großräumig minimieren konnte. Doch anstatt einfach nur in seinem Kämmerchen zu sitzen und zu grollen, kam Jones auf eine Idee, wie man Geld investieren kann und unabhängig von der Gesamtmarktsituation in jedem Fall Gewinne einstreichen kann.

Die Hedgefonds waren geboren und Alfred Jones führte den ersten Fonds dieser Art. Die Strategie bestand darin, dass er vermeintlich überschätzte Aktien leer verkaufte und zu schwach eingestufte günstig einkaufte. Stieg jetzt bspw. der Markt, musste Jones die leer verkauften Aktien nun zu einem höheren Kurs einkaufen, aber die billig eingekauften Aktien stiegen auch, womit am Ende dennoch ein Gewinn heraussprang. Das Prinzip dürfte manchen Leuten vom Wettmarkt bekannt sein, wo man bei mehreren Buchmacher setzt und egal wie das Ereignis ausgeht, man hat auf jeden Fall einen Gewinn gemacht.

Es konnte damals eine begrenzte Anzahl an Investoren bei einem Hedgefonds mitmachen, man gab sein Startkapital beim Fondmanager ab und vertraute darauf, dass dieser das Geld gut investierte. Durch das „hedgen“, also das absichern der Investitionen durch die oben kurz dargestellte Methode, kam es auch in der Regel zu hohen Gewinnen für die Investoren. Und auch wenn einige Hedgefonds platzten, wird das gleiche Grundprinzip – natürlich unterstützt von Computerberechnungen – auch heute noch von Firmen wie der apano GmbH durchgeführt.

Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

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