Wirtschaftskrise
Die Weltwirtschaftskrise hat die Finanzwelt mächtig erschüttert. Inzwischen haben sich die Banken überraschend schnell von den Folgen erholt und fahren zum Teil wieder saftige Gewinne ein. Und sehr zum Leidwesen der Politiker und Bürger scheinen sie geschäftstechnisch genau so weiter zu machen, wie sie vor der Krise aufgehört haben. Dabei ist nämlich der Glaube in die Fonds und Anlagen der Banken bei den Kunden immer noch erschüttert. Viele Banken lassen die Transparenz vermissen, welche von den Regierungen gefordert wurde.
Doch um es nicht noch einmal wie 2009 kommen zu lassen, soll an mehrere Fronten versucht werden, die Finanzwelt sicherer zu gestalten. Auf der einen Seite sollen die Banken einen Fonds gründen, in welchen sie einzahlen, um bei einer Krise Rücklagen zu haben, so dass es nicht passiert, dass eine Bank pleite geht oder wie Hypo Real Estate verstaatlicht wird. Zugestimmt haben die Banken eher zähneknirschend, weil sie mit ihrem Geld nicht machen dürfen, was sie wollen. Ob die Maßnahme auch wirklich im Krisenfall Erfolg hat, ist natürlich nicht absehbar.
Auf der anderen Seite will man beim Kunden ansetzen. Wenn diese sich Finanztipps bei ihrem Berater holen, soll das schon seit längerem in einem Protokoll des Beratungsgesprächs festgehalten werden. Einige schwarze Schafe hatten nämlich Wertpapiere an Anleger verkauft, ohne auf die speziellen Risiken hinzuweisen. Durch die bessere Beratung soll der Wertpapierhandel nachhaltiger laufen und nicht auf schnellen Gewinn setzen. Denn diese Zockermentalität der Banken und zum Teil auch der Anleger hat die Weltwirtschaftskrise mit begünstigt. Und das will man in Zukunft effektiv verhindern.